Ein Kitzeln im Hals und schon ist er da: der nächste Hustenanfall! Husten begleitet fast jede Erkältung – als natürlicher Reinigungsprozess. Zum Glück gibt es wirksame Mittel, um ihn zu lindern.

Husten ist keine eigenständige Erkrankung sondern ein Schutzreflex des Körpers. Durch Husten werden Fremdkörper aus den oberen Atemwegen und Bronchien entfernt, und dazu zählt auch jenes Sekret, das bei einem Erkältungsinfekt, ausgelöst beispielsweise durch Rhinoviren, gebildet wird. Durch den Reinigungsmechanismus des Hustens wird der Schleim aus der Lunge gemeinsam mit den schädlichen Krankheitserregern aus dem Körper hinauskatapultiert.

Ein durchaus vorteilhafter Vorgang, wenn das Husten nicht so lästig, schmerzhaft und quälend wäre und Erwachsenen wie Kindern häufig die Nachtruhe rauben würde. Es spricht daher vieles dafür, sich das Husten zu erleichtern und – vor allem nachts – den Hustenreiz zu dämpfen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich auf festsitzendem Schleim, der nicht abgehustet werden kann, weitere Keime ansiedeln, darunter auch Bakterien, die eine „Superinfektion“ auslösen können.

Tagsüber helfen hustenlösende Mittel, den in den Bronchien gebildeten Schleim zu verflüssigen. Nachts lindern Hustenstiller den Hustenreiz. Einige Präparate wirken auf das Hustenzentrum im Gehirn und unterdrücken dort den Drang zu husten. Pflanzliche Wirkstoffe dämpfen den Hustenreiz, indem sie in den oberen Atemwegen einen Schutzfilm bilden, und lockern festsitzenden Schleim. Als wohltuend wird die krampflösende Wirkung vieler Hustenmittel empfunden.

Schleimlösend wirken z. B. die synthetischen Stoffe Ambroxol und Acetylcystein. Andere Hustentherapeutika, beispielsweise das Opiat Codein – dämpfen den Hustenreiz im Gehirn. Bei langfristiger Behandlung ist jedoch das Suchtpotenzial von Opioiden zu berücksichtigen.

Pflanzenmedizin bei Husten

Hilfreich sind bei quälendem Husten die Wirkstoffe unterschiedlicher Pflanzen wie Efeu, Thymian, Primel, Isländisch Moos, Spitzwegerich und Malve. Für die meisten dieser Phytopharmaka ist typisch, dass sie sowohl hustenstillend als auch schleimlösend wirken. Als wohltuend wird weiters die krampflösende Wirkung vieler Pflanzenarzneien empfunden.  Gleichzeitig stärken pflanzliche Wirkstoffe die körpereigenen Abwehrkräfte und wirken entzündungshemmend.

Angeboten werden Hustensäfte und Hustentropfen, Teemischungen und Lutschtabletten. Hustentees sollte man immer süßen, da die für die Geschmacksrichtung „süß“ zuständigen Geschmacksknospten im Mund in der Lage sind, die Sekretbildung in den Bronchien anzuregen.

Erleichtert wird das Abhusten, indem dem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Probieren Sie verschiedene Teemischungen aus und lassen Sie sich dazu in unserer Apotheke beraten.

Wohltuend wirken bei Husten äußerliche Einreibungen mit Präparaten, die ätherische Öle enthalten – z. B. Pfefferminz-, Kiefern-, Fichtennadel oder Eukalyptusöl. Wenn Sie nach dem geeigneten Mittel für Ihre Kinder suchen, dann fragen Sie unbedingt bei uns in der Apotheke nach. Die stark reizenden Stoffe in Präparaten, die Menthol, Kampfer oder Cineol enthalten, können bei Säuglingen und kleinen Kindern einen Reflex auslösen, der zu einer Verkrampfung der Stimmritzen, der Kehlkopfmuskulatur und sogar zum Atemstillstand führen kann.